Karriere trotz Kinderwunsch - eine oft schwierige Balance Eltern stehen vor der Geburt eines Kindes vor verschiedenen Herausforderungen: Es ist schwierig Familie, Haushalt und Beruf unter einen Hut zu bringen. Über einen Balanceakt zwischen beruflicher Selbstverwirklichung und Familienplanung. ![]() In Österreich sind es hauptsächlich Frauen, welche sich für Haushalt und Kinderer-ziehung verantwortlich fühlen. Zumeist geht damit der Ausstieg aus der Erwerbstätigkeit einher. Männern gilt die Aufgabe, das Familieneinkommen zu sichern. In Österreich nehmen laut der EQUAL-Studie (www.karenzundkarriere.at) lediglich 3,5 % der Männer Karenz in Anspruch. Das Rollenverständnis von Frau und Mann ist tief eingeprägt und schwer aufzubrechen. Unzufriedenstellende Kinderbetreuungsmöglichkeiten, mangelndes Verständnis für Männer in Karenz, die Einkommensunterschiede sowie finanzielle Gründe können als Ursachen benannt werden. Zur Förderung der Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern ist auch der ‚Papamonat’ wichtig. In dieser Zeit hat der Vater einen Anspruch auf eine vier- bis achtwöchige berufliche Freistellung, wobei eine soziale Absicherung gewährleistet sowie ein entsprechender Entgeltersatz geboten wird. Karenzregelung in Österreich Die Karenz beginnt nach Ende der Mutterschutzfrist (Beginn: acht Wochen vor der Geburt, Ende: acht Wochen nach der Geburt) und endet spätestens mit dem vollendeten zweiten Lebensjahr des Kindes. Die Eltern können sich die Auszeit bis zu zwei Mal teilen, wobei ein Abschnitt mindestens drei Monate betragen muss. Während dieser Zeit besteht auch arbeitsrechtlicher Kündigungs- und Entlassungsschutz. Bei der Beantragung des Kinderbetreuungsgeldes besteht die Möglichkeit, zwischen drei unterschiedlichen Modellen zu wählen, welche sich in ihrer Bezugsdauer und Höhe unterscheiden:
Quelle: www.arbeiterkammer.at, 2009 Tipps für einen erfolgreichen Wiedereinstieg nach der Karenz
Autorin: Kerstin Kulovits Bakk.a |