Die Hausgeburt - Sicherheit in vertrauter Umgebung Fällt der Entschluss der werdenden Mutter für eine durch eine Hebamme betreute Hausgeburt, kann sie ihr Kind zu Hause in vertrauter Umgebung zur Welt bringen. In Österreich nehmen etwa ein Prozent der Schwangeren diese Möglichkeit wahr. ![]() Aufkommende Vorwürfe und Vorurteile betreffend Hausgeburt Die Zahl der aufkommenden Vorurteile und Vorwürfe gegen eine Hausgeburt ist groß. Ganz oben stehen Verantwortungslosigkeit und unüberlegte Risikobereitschaft, die werdenden Müttern vorgeworfen wird. Um derartige Vorurteile ins rechte Licht zu rücken, sollen die nachfolgenden Fragen und Antworten Information und Aufklärung bei Unklarheiten bieten.
Bei allen Frauen, die sich mit dieser Thematik schon einmal beschäftigt haben, sind sicher einige Fragen aufgetaucht. Hier ein Überblick über die wichtigsten Fragestellungen Wann ist eine Hausgeburt möglich? Eine Hausgeburt ist für jede Frau möglich, die zum Zeitpunkt der Geburt gesund ist. Auch wenn es sich um die erste Geburt handelt, kann die Frau zuhause mit Hilfe einer Hebamme gebären. Etwa 15 Prozent der Frauen brechen eine geplante Hausgeburt ab. Die Gründe liegen dann meist darin begründet, dass die Geburt zu lange dauert, die Erschöpfung zu groß ist oder sich der Muttermund nur schwer öffnet. Frauen müssen bei einer Hausgeburt immer mit einem nachfolgenden Spitalsaufenthalt rechnen, sollten wider Erwarten Komplikationen auftreten.
Ein Vorteil ist beispielsweise das ungestörte Erleben der sehr persönlichen und intimen Gebärarbeit auf Seiten der Frau. Dadurch entwickelt sich meist auch der Geburtsverlauf ungestörter und unkomplizierter.
Die Hebamme ist ab dem Zeitpunkt zuständig, ab dem sich die werdende Mutter bei ihr meldet. Sie besucht vorweg die Schwangere und lernt Partner, andere Familienmitglieder sowie den Ort der Geburt bereits genau kennen. Sie bespricht die Vorbereitung für die Hausgeburt und den genauen Ablauf. Die Hebamme betreut die Frau während der Schwangerschaft und folglich bei der Geburt. Sie erkennt an Ort und Stelle, was gebraucht wird und welche Betreuung die werdende Mutter benötigt. Dies ist individuell verschieden, die Sicherheit über die Anwesenheit eines fachlichen Beistandes sowie auch körperliche Nähe sind aber meist die wichtigsten Faktoren. Nach der Geburt entfernt die Hebamme die blutige Wäsche, überzieht das Bett neu und entsorgt die gebrauchten Unterlagen.
Nein. Hausgeburten können sowohl in Einzimmerwohnungen als auch in eleganten Villen durchgeführt werden.
Zu Hause sind sowohl Frau als auch Kind sehr gut vor fremden Keimen geschützt.
Für die gesamte Betreuung durch eine Wahlhebamme – Schwangerschaft, Geburt, Bereitschaft und Wochenbett – sind mit etwa 1600 Euro zu rechnen. Je nach Krankenkasse bekommt die junge Mutter knapp die Hälfte bis zu 80 Prozent von diesen Kosten rückerstattet. Die NÖGKK ersetzt beispielsweise 80 Prozent der für die Wahlhebamme anfallenden Kosten. Die Kosten für vertraglich festgelegte Materialien und Leistungen im Rahmen einer Hausgeburt trägt die NÖGKK ebenso wie den Rettungstransport ins Krankenhaus bei möglichen Komplikationen.
Autorin: Mag. Vorauer Nicole
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